Saaremaa ist eine Landgemeinde im estnischen Kreis Saare. Sie umfasst neben der gleichnamigen Insel auch deren umliegende Inseln. Saaremaa wurde 2017 gegründet und ist seitdem die flächengrößte Gemeinde Estlands.
Kuressaare (deutsch Arensburg) ist die einzige Stadt auf der größten estnischen Insel Saaremaa
Wahrzeichen der beschaulichen Inselhauptstadt (13 600 Ew.) ist die kompakte, würfelförmige Bischofsburg
(Kuressaare linnus) aus dem 14.Jh., einst erbaut als Residenz des westestnischen Bischofs. Original erhalten: das auf massiven Pfeilern ruhende Kreuzgewölbe des alten Refektoriums. Im Inneren bewahrt das Saaremaa-Museum die Burg-, Stadt- und Inselgeschichte.
Ein Lost Places der besonderen Art
Die Überreste des Kalksteinabbaus wurden aufgeschichtet, so dass sie zu einem Abraumberg mit spektakulären Formationen angewachsen sind.
Die kristallklare hellgrün-blaue Lagune des Tagebaus Rummu und der angrenzende künstliche Hügel sind eine unglaublich einzigartige Mischung und ein außergewöhnlicher Ort.
Jahrzehntelang befand sich hier ein Kalksteinbergwerk und ein Gefängnis, aber nach dem Ende des Abbaus füllte sich das Gebiet schnell mit kristallklarem Wasser und setzte die Gefängnismauern und Gebäude unter Wasser.
In Rummu befand sich eines der fünf Gefängnisse Estlands, das berüchtigte Murru vangla. In ihm saßen ca. 1.600 Straftäter ein, darunter einige zu lebenslanger Haft Verurteilte. Der älteste Gefängnisteil wurde 1949 durch die sowjetischen Besatzungsbehörden errichtet.